Hecke schneiden – Der richtigen Zeitpunkt, Tipps & Infos

Als wesentlicher Bestandteil vieler Gärten bietet die Hecke Schutz für die Privatsphäre und sorgt dabei als gliederndes Element für Struktur. Die richtige Pflege nach dem Pflanzen der Hecke ist für das Wachstum und den Erhalt der gewünschten Form notwendig. Ein regelmäßiger Schnitt sorgt dafür, dass die Hecke schön dicht wächst, grün bleibt und dass stets Licht und Luft alle Regionen der Hecke erreichen. Lese in unserem Ratgeber was beim jährlichen Heckenschnitt zu beachten ist, wann du die Hecke schneiden solltest und welche Heckenscheren welche Vorteile bieten.

Wann und wie oft soll man die Hecke schneiden?

Bei den meisten Hecken, wie

  • Rotbuche,
  • Liguster,
  • Hainbuche,
  • Scheinzypresse,
  • Berberitze,
  • Kirschlorbeer,
  • und dem Lebensbaum

reicht ein Rückschnitt im Jahr. Eibe und Feldahorn allerdings vertragen einen zweiten Heckenschnitt im Herbst.

Schnitttermine kann man natürlich nicht verallgemeinern, denn sie richten sich vor allem nach der Pflanzenart. Pauschal kann allerdings gesagt werden, dass es zwei Schnittzeitpunkte gibt, um die Hecke in Form zu bringen. Die erste günstige Zeit für den Schnitt ist das zeitige Frühjahr. Die Triebe stehen da noch nicht richtig im Saft und vertragen den Rückschnitt gut. Die neuen Triebe verdecken schnell die Schnittstellen. Der zweite Schnitttermin wäre um den 24. Juni. Der Johannistag wird von den Gärtnern als Richtwert genannt, denn zu diesem Zeitpunkt treiben Hecken oft ein zweites Mal aus. Der Vorteil ist, dass der Heckenschnitt lange erhalten bleibt, ohne erneut zu wuchern.

Strauchhecken wie Liguster oder Leyland-Zypresse und auch der beliebte Buchsbaum sollten nur bis August geschnitten werden, denn die Triebe der Heckensträucher müssen sich nach dem Rückschnitt erst wieder ausbilden. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass es am Schnitttag nicht allzu sonnig ist, denn die Blätter und Triebe können schnell verbrennen. Die Temperaturen sollten aber auch nicht im Minusbereich liegen. Optimal ist ein trüber Nachmittag mit einem bedeckten Himmel.

Je später im Jahr die Hecke geschnitten wird, desto weniger können die gekappten Triebe ausheilen. Im Spätherbst sollten keine Hecken mehr geschnitten werden. Denn wenn das Gehölz danach nochmals austreibt, reifen die Triebe bis zum Frost oft nicht mehr vollständig aus und können erfrieren. Geschwächte Triebe können ebenfalls einfrieren, beispielsweise zeigt der Buchsbaum dann seine typisch gelben Blattspitzen.

Wie schneidet man die Hecke:

Je nach Sorte können vereinzelte Triebe bis zu 50 Zentimeter in die Höhe schießen. Etwa ein Drittel des neuen Jahrestriebs sollte stehen bleiben, denn ein größerer Schnitt würde den Pflanzen die Substanz nehmen. Mit den verbleibenden neuen Blättern kann die Hecke genügend Nährstoffvorräte aufbauen und bis zum nächsten Schnitt wieder wachsen.

Ein senkrechter Schnitt der Hecke birgt den Nachteil, dass die Sonne schwer die unteren Regionen der Pflanze erreicht. Natürlich ist es aufwändiger, eine Hecke in leicht abgeschrägter Trapezform zu schneiden, aber dafür wird eine viel zu frühe Vergreisung vermieden.

Trapezprofil bei Hecken: Hecken sollten trapezförmig geschnitten werden – an der Basis breiter als an der Krone. Wird die Hecke unten zu schmal geschnitten, wirft sie sich selbst einen Schatten. Die unteren Blätter bekommen dann zu wenig Licht, verkohlen von innen heraus oder fallen möglicherweise ab. Die Ecken der Hecke können abgerundet werden, sodass auch hier genügend Licht hin gelangt. In schneereichen Gebieten sollten die Hecken oben zugespitzt oder abgerundet geschnitten werden, sodass Schneebruch verhindert wird.

Damit der Schnitt der Hecke gerade wird, hilft es, vor Beginn der eigentlichen Arbeit eine Schnur entlang der gewünschten Schnittkante zu spannen. Diese Schnur dient als Orientierungshilfe und verhilft zu einem geraden Schnitt. Wird ein altes Bettlaken beim Schneiden untergelegt, so fällt das Schnittgut gleich darauf und kann bequem entsorgt werden.

Schadstellen in der Hecke

Eine Folge der falschen Schnitttechnik ist, dass die Hecke unten kahl wird und keine jungen Austriebe mehr wachsen. Es entstehen Lücken und Schadstellen, die einer besonderen Behandlung bedürfen. Schneide das Gehölz um ca. die Hälfte oder sogar auf ein Viertel zurück (nur bis in das lebende Holz). Braune, kahle oder vergreiste Stellen sollten bis spätestens März ausgereinigt werden.

Bei unschönen Lücken können lange Triebe von oben nach unten gebogen und auf dem Boden fixiert werden. Dort schlagen sie als sogenannte Absenker Wurzeln und treiben neu aus. Eine andere Möglichkeit ist, zwei Stäbe zu einem Kreuz zu verbinden und waagerecht oder diagonal über die Schadstelle zu legen. Die umliegenden Triebe etwas zurückschneiden, um das Wachstum und die Verzweigung anzuregen, sodass sie die Zweige um die Stäbe ranken und sich die Lücke sich wieder schließt.

Die richtige Heckenschere – Benzin, Akku oder Elektro?

Es gibt verschiedene Gartenwerkzeuge, um eine Hecke zu schneiden. Kannst du anfangs bei kleinen Hecken noch eine Heckenschere mit Handbetrieb verwenden, so wirst du mit zunehmender Größe auf eine motorbetriebene Heckenschere umsatteln, um einen ordentlichen Heckenschnitt erzielen zu können. Hier solltest du dir klar werden, ob du eine Benzin-, Akku- oder Elektro-Heckenschere verwenden möchtest. Jedes Modell hat dabei seine Vorteile.


Egal für welches Modell du dich entscheidest, folgende Punkte sind bei allen zu beachten:

  • Schwertlänge = Heckenbreite
  • beidseitig geschliffene Messer
  • Schnittstärke beachten
  • Schnellstoppfunktion und Sicherheitsschaltung muss vorhanden sein
  • Als Schutz vor Verletzungen sollten Handschuhe getragen werden!

Benzin-Heckenscheren

Benzinbetriebene Heckenscheren werden, wie der Name bereits verrät, mit einem Verbrennungsmotor und passendem Kraftstoff betrieben und sind – sofern sie mit dem richtigen Benzin-Öl-Gemisch versehen sind – überall einsatzbereit. Sie schneiden mit hoher Leistung, sodass auch dickere Äste ohne weiteres abgeschnitten werden können. Mit einer Benzin-Heckenschere bist du flexibel bei der Arbeit und genießt eine hohe Bewegungsfreiheit, da sie weder Stromanschluss noch Kabel benötigen und dadurch mobil eingesetzt werden können. Auch das lästige Warten, bis der Akku wieder geladen ist, entfällt bei diesen Heckenscheren. Da die benzinbetriebenen Heckenscheren mit ihrem Verbrennungsmotor zu den leistungsstärksten Heckenscheren gehören, eignen sich die Maschinen besonders gut für große Grundstücke mit vielen Hecken sowie auch für den gewerblichen Einsatz. Sie schneiden verschiedenste Gewächse sauber, ohne großen Zeitaufwand und bei minimalem Krafteinsatz.

Benzin-Heckenschere Ergolite 6028

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Benzin-Heckenschere HS 45/60

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Leistung 0,6 kW/0,8 PS/22 cm³ 2-Takt 0,75 kW/1,0 PS/27,2 cm³ 2-Takt
Akkuspannung - -
Akkukapazität - -
Schnittlänge 60 cm 60 cm
Schnittstärke max. 28 mm 30 mm
Gewicht 5 kg 5 kg
Weitere Produktmerkmale drehbarer Handgriff -
Preis € 279,99 € 349,-

Akku-Heckenscheren

Auch bei den akkubetriebenen Heckenscheren ist die Bewegungsfreiheit gegeben. Du musst dich nicht um die Stromversorgung in deinem Garten kümmern und kannst flexibel arbeiten, ohne auf das herunterhängende Kabel acht zu geben. Akku-Heckenscheren sind praktische Helfer in großen als auch in kleinen Gärten. Sie überzeugen durch ihre ergonomische Bauweise, liegen gut in der Hand und ermöglichen ein arm- und rückenschonendes Arbeiten. Gerade bei längerem Heckenschneiden macht sich das geringe Gewicht bemerkbar. Hochwertige Akku-Heckenscheren überzeugen durch moderne Akkus, die überaus leicht und leistungsstark sind und dadurch über einen relativ langen Zeitraum kraftsparend und effizient arbeiten können. Mit einem Zweitakku kann der begrenzten Einsatzdauer entgegengewirkt werden. Dank dem modernen Lithium-Ionen-Akku profitierst du von kurzen Ladezeiten, einem geringen Gewicht, kraftvollem Arbeiten und einer langen Anwendungsdauer. Memory-Effekt oder Selbstentladung sind bei diesen Akkus kein Thema mehr.

Akku-Heckenschere AHS 18 LiN

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Leistung -
Akkuspannung 18 V
Akkukapazität 1,3 Ah
Schnittlänge 51 cm
Schnittstärke max. 11 mm
Gewicht 3 kg
Weitere Produktmerkmale -
Preis € 99,99

Elektro-Heckenschere

Elektrisch betriebene Heckenscheren, die per Elektroanschlusskabel mit Strom versorgt werden, sind vor allem für kleinere Gärten mit unmittelbarer Nähe zur Stromversorgung geeignet. Sie überzeugen mit ihrem geringen Gewicht, der unbegrenzten Einsatzzeit und der hohen Leistung. Moderne Elektro-Heckenscheren, bieten die nötige Kraft und Effizienz, um auch große Hecken und Büsche im Garten schnell auf die gewünschte Höhe und Breite zu stutzen und das ohne Kraftstoff nachfüllen oder einen Akku aufladen zu müssen. Da die Heckenschere weder Tank noch Akku benötigt, ist sie deutlich leichter und kann – solange eine entsprechende Stromquelle in der Nähe ist – problemlos über längere Zeiträume genutzt werden. Das geringe Eigengewicht und die ergonomischen Griffstücke sorgen für ein Höchstmaß an Arbeitskomfort.

Elektro-Heckenschere GB 510 HS

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Elektro-Heckenschere HS 65

1137217

Elektro-Heckenschere HS 8765

1173454
Leistung 600 W 450 W 560 W
Akkuspannung - - -
Akkukapazität - - -
Schnittlänge 51 cm 65 cm 65 cm
Schnittstärke max. 20 mm 18 mm 20 mm
Gewicht 4 kg 3,8 kg 4 kg
Weitere Produktmerkmale - - -
Preis € 59,99 € 179,99 € 229,99

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