Innenfarben

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Die passende Farbe für jeden Innenraum

Farben bringen Stimmung in den Wohnraum und können eine beruhigende, anregende oder einfach nur angenehme Atmosphäre schaffen und auf Menschen wirken. Mit Wandfarben können bewusst Emotionen hervorgerufen werden und beispielsweise Orte der Ruhe und Entspannung geschaffen werden. Auch ändert sich die empfundene Raumgröße alleine durch die richtige Wahl der Farbnuance. Aber Wandfarbe ist nicht gleich Wandfarbe – das gilt bei allen Arten von Farben. Es gibt große Unterschiede bei der Qualität und Verarbeitbarkeit.

Bedenke vor dem Streichen deiner Wände die wichtigsten Punkte bei der Auswahl der richtigen Deckenfarbe und Wandfarbe. Am besten stellst du dir folgende Fragen: Welche unterschiedlichen Wandfarben gibt es? Welche Farbe ist für welchen der Räume die Richtige? Soll die Wandfarbe abwaschbar und sogar scheuerbeständig sein (z.B. für Bäder oder Küchen)? Liegt das Hauptaugenmerk auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit?

Folgende vier Hauptbestandteile und deren unterschiedlichen Eigenschaften machen eine Farbe aus:

  • Farbmittel: Ist für die Farbgebung, die Deckkraft und die Fülle der Farbe verantwortlich.
  • Bindemittel: Verklebt die einzelnen Bestandteile miteinander und verankert im Untergrund.
  • Löse-/Verdünnungsmittel: Löst bzw. verdünnt das Bindemittel (z. B. Wasser)
  • Zusatzstoffe: Verbessern verschiedene Eigenschaften z.B. Verlauf, Glanz, Verarbeitung und Härte.

Tipp: Die von dir gewählte Farbe sollte der Norm DIN EN 13300 entsprechen, denn das garantiert, dass sie die wichtigsten Mindestanforderungen erfüllt. Zu diesen Anforderungskriterien zählen das Deckvermögen in Verbindung mit der Ergiebigkeit, die Nassabriebbeständigkeit und der Glanzgrad. Achtest du darauf, kannst du Farben untereinander vergleichen und die für dich Passende wählen.

Welche Arten von Farben gibt es?

Beim Anstrich der Wände und Decken in Wohnräumen kommen vor allem Dispersionsfarben auf Wasserbasis zum Einsatz, welche in seidenglänzenden und matten Ausführungen sowie vielen verschiedenen Farbtönen angeboten werden. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele andere Wandfarben. Sie besitzen spezielle Eigenschaften, wie eine hohe Wasserbeständigkeit, eine gute Haftkraft auf bestimmten Untergründen oder bieten Schutz vor Schimmel.

Dispersionsfarbe

Der Klassiker unter den Wandfarben ist die Dispersionsfarbe. Die Farbe wird durch Kunststoff gebunden und auf Basis von synthetischem Kautschuk oder Kunstharz hergestellt. Die Bindemittel sind nicht wasserlöslich, allerdings die Farbe selbst wasserverdünnbar. Im nassen Zustand wird der Kunststoff mit der gleichen Menge an Wasser gemischt. Das Wasser verdunstet an der Wand und hinterlässt einen dünnen Kunststofffilm, wodurch die Farbe nicht wieder abgewischt werden kann. Durch ihre gute Haftung ist die Dispersionsfarbe für die meisten Untergründe geeignet.

Es gibt eine Unterscheidung zwischen wisch- und waschfester Dispersion. Die wischfeste Dispersion ist für Räume geeignet, an die nicht allzu hohe Ansprüche gestellt werden, wie beispielsweise Kellerräume oder Garagen. Diese günstige Variante deckt weniger gut, lässt sich leicht wieder abwaschen und benötigt meist zwei Anstriche. Die etwas teurere Variante – die waschfeste und hochdeckende Dispersion – ist speziell für Wohnräume geeignet.

Die Dispersionsfarbe hat einen großen Vorteil gegenüber anderen Materialien, denn sie kann mehrmals übermalt und so auch für strapazierte Räume verwendet werden. Die Farbe ist leicht zu verarbeiten und schont Gesundheit und Umwelt. Zu kaufen gibt es diese meist in Weiß mit der passenden Volltonfarbe zum Abtönen.

Latexfarbe

Die Latexfarbe gehört zu der Gruppe der Dispersionsfarben, da auch sie aus einem Kunststoffbindemittel besteht. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wird die Farbe allerdings als eigenes Produkt ausgewiesen. Die Latexfarbe ist strapazierfähig, unempfindlich, wasserdampfdurchlässig und aufgrund ihrer hohen Scheuerbeständigkeit äußerst schwer wieder zu entfernen, dabei aber dennoch leicht zu reinigen. Besonders gut geeignet ist sie für Kinderzimmer oder Treppenhäuser bzw. aufgrund ihrer Wetterbeständigkeit Witterungsbeständigkeit? auch für den Außenbereich. Angeboten wird die Farbe in matter, seiden- und hochglänzender Form.

Leimfarbe

Wie der Name schon sagt, besteht die Leimfarbe aus dem natürlichen Rohstoff Leim sowie Kreide und Wasser. Als Bindemittel wird pflanzlicher Stärkeleim oder Zelluloseleim verwendet. Dies bedeutet, dass das Bindemittel wasserlöslich bleibt und es nicht für Küchen, Bäder oder Keller verwendet werden sollte. Die Leimfarbe zum Überstreichen einer anderen Farbe zu verwenden, funktioniert nicht; es muss zuvor die vorherige Farbe mit Wasser gründlich abgewaschen werden. Die Farbe ist als Pulver erhältlich und wird mit Wasser angerührt; sie ist gesundheitlich unbedenklich und preiswert.

Kalkfarbe

Auch hier kann vom Namen auf die Hauptbestandteile geschlossen werden. Es werden gelöster Kalk und Wasser ohne weitere Zusatzstoffe vermengt. Der Kalk dient als Bindemittel wie auch als Färbestoff. Der Anstrich ist unempfindlich gegenüber Feuchte und eignet sich daher für Bäder, Küchen, Lagerräume und Keller. Kalkfarbe kann auf Kalk-, Kalkzement- und Zementputze sowie Schalungsbeton, Mauersteinen, Wänden und Decken aufgetragen werden. Kräftige Farbtöne sind bei Kalkfarben allerdings erst nach mehreren Anstrichen möglich und für den Außenbereich ist die Kalkfarbe nicht geeignet.

Zementfarbe

Für Unterwasserflächen oder feuchte Untergründe wie z.B. im Swimming Pool kann die Zementfarbe die aus Weißzement und Kalk besteht, verwendet werden. Sie eignet sich für dieselben Anstriche wie die Kalkfarbe, ist aber etwas spröder, kann leichter reißen und lässt sich ebenso nur geringfügig abtönen.

Reinsilikatfarbe

Die Reinsilikatfarbe wird auch als Wasserglasfarbe oder Keimfarbe bezeichnet. Die Farbe ist eine dickflüssige, farblose, ölige Flüssigkeit, die aus dem Zusammenschmelzen von Quarzsand, Kalciumcarbonat und Kohle erzeugt wird. Sie enthält keine Kunststoffe, Lösemittel oder Konservierer und ist daher vor allem für Anstriche auf Mauerwerke geeignet.

Volltonfarbe

Die Volltonfarbe ist hauptsächlich für die Farbgebung von weißer, wasserverdünnbarer Farbe zuständig, kann aber auch direkt verarbeitet werden. Wird sie für die Farbgebung verwendet, dann geschieht das meist in Kombination mit einer Dispersionsfarbe. Volltonfarben können sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt werden, denn sie sind witterungs- und scheuerbeständig.

Farben und ihre Wirkung

Farben haben ihre eigene Wirkung auf die Stimmung des Menschen und beeinflussen diesen körperlich und seelisch. Daher werden bestimmte Farben ganz gezielt im Wohnraum eingesetzt: Naturtöne wie zum Beispiel Braun, Ocker oder Siena (= gelb- bis rotbrauner Farbton) sorgen für ein natürliches Ambiente und strahlen Gemütlichkeit aus. Sie wirken beruhigend und ausgleichend. Rot ist deine dynamische Farbe, sehr kraftvoll und aktivierend und regt physisch sowie psychisch an. Orange hingegen erzeugt eine heitere Atmosphäre, strahlt Wärme aus und ist eine freundliche Farbe, die Appetit macht. Gelb wirkt belebend und positiv. Der Farbe Grün werden Ausgleich, Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit zugesprochen, aber auch die Lust darauf, Neues zu entdecken und kreativ zu sein. Lilafarbtöne stehen für Extravaganz und wirken feierlich. Blau ist die Farbe der Entspannung, der Ausgeglichenheit, Harmonie und Treue.

Kalte Farben schaffen Distanz und vermitteln den Eindruck von Sachlichkeit und Funktionalität. Sie wirken auch beruhigend, kühlend und erfrischend. Sie eignen sich für Räume mit viel Sonneneinstrahlung, zum optischen Ausweiten von Räumen oder für Räume zum Entspannen, wie etwa das Schlafzimmer. Warme Farben schaffen Nähe, eine gemütliche und heimelige Atmosphäre und wirken anregend und aktivierend.

Helle Farben wirken leicht und freundlich und lassen jeden Raum größer erscheinen. Dunkle Farbtöne hingegen wirken einengend und begrenzend und verkleinern Räume optisch. Sie sind geeignet für Räume, die Behaglichkeit und Geborgenheit ausstrahlen sollen.