Brennholz für die kalte Jahreszeit

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, die Temperaturen sinken – Grund genug, um sich für die kalte Jahreszeit zu rüsten. Wer den Förster nicht vor der Türe hat, kann sich sein Holz z.B. bei Forstverwaltungen, Waldbauernvereinigungen, Sägewerken oder Biomassehöfen besorgen. Achte ganz besonders darauf, welche Holzart du dir besorgst, denn jedes Holz hat seine Eigenschaften.

Welches Holz verwende ich am besten als Brennholz?

Buche hat ein faszinierendes Flammenbild, lässt sich gut entzünden, hält lange und entwickelt viel Glut. Die Birke im Vergleich, hat einen angenehmen Geruch und durch die ätherischen Öle im Holz eine schöne blaue Flamme. Sie brennt allerdings schneller ab als Buche. Verwendet ihr Eiche als Brennholz, solltet ihr diese bei hohen Temperaturen verbrennen und nicht im eigenen Saft schmoren lassen, denn sonst entsteht Gerbsäure, die Ofen und Kamin schädigt. Fichte und Kiefer brennen schnell und haben einen hohen Heizwert. Beachtet aber, dass Nadelholz im Gegensatz zum Laubholz einen hohen Harzgehalt hat, der den Funkenflug begünstigt und somit nicht für offenes Feuer verwendet werden sollte. Als Anmachholz eignet es sich allerdings gut.

Kauft ihr fertiges Brennholz, beantwortet euch folgende Fragen:

  • Um welche Holzart handelt es sich?
  • Wie ist die Beschaffenheit des Holzes? Trocken?
  • Ist das Holz hochwertig?
  • Wird in Raum- oder Schüttraummeter gemessen?
  • Wird frei Haus geliefert?

Wie hacke ich Holz?

Nimm den Spaltklotz und stelle ihn auf eine ebene Fläche, die dir genügend Bewegungsspielraum bietet. Das Holzstück stelle am besten auf den hinteren Teil des Klotzes, um dich nicht selbst zu verletzen. Denn falls du daneben schlägst, erwischt es den vorderen Teil des Spaltklotzes und nicht den Körper. Stell dich mit schulterbreitem Stand vor das Holzstück, nimm die Axt mit beiden Händen am Ende des Stiels, hole mit gestreckten Armen über Kopf aus und schlage zu. Wiederhole es dann so lange, bis alle Holzstücke gespalten sind.

Tipp: Sieh dir vorab immer die Beschaffenheit des Holzes an und nutze den Hauptriss. Wenn du den erwischt, springt das Holz fast von allein.

Die richtige Ausrüstung ist beim Holzhacken besonders wichtig, um sich vor Verletzungen zu schützen.

Erforderliche Schutzkleidung beim Holzhacken:

  • Schuhe mit Stahlkappe
  • Schutzbrille oder -visier
  • Rutschhemmende Arbeitshandschuhe
  • Ordentliche Kleidung, die eventuelle Splitter abwehrt

Bild Axt Fiskars: © Fiskars Germany GmbH
Bild Axt: Leonhard Müller + Söhne / © Erich Knauder