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Kappsäge vs. Handkreissäge

Sowohl die Kappsäge als auch die Handkreissäge werden vorwiegend zum Zuschnitt von Holz oder holzähnlichen Werkstoffen verwendet. Welche der beiden Sägen nun für dich und dein Vorhaben am besten geeignet ist, soll dir der Vergleich zeigen.

Um die Kappsägen und die Handkreissägen gegenüberstellen zu können, müssen vorher Funktionen und Unterschiede bekannt sein. Deshalb erklären wir im ersten Schritt die beiden Werkzeuge, um sie dann im nächsten Schritt zu vergleichen und die jeweiligen Vorteile herauszuheben.

Bild links: © Hitachi, Bild rechts: © Metabo

Was ist eine Kappsäge?

Die Kappsäge stammt aus der Holzverarbeitung und gehört zur Gattung der Kreissägen. Der Name der Kappsäge kommt von „kappen“, das heißt kürzen. Die Kappsäge ist daher ein Gerät, mit dem Holz entsprechend gekürzt werden kann.

Wissenswertes:

  • Die Kappsäge wird mit einem Motor betrieben, der meist elektronisch funktioniert.
  • Die Motor- und Sägeeinheit ist an einen massiven Standfuß angeschlagen.
  • Beinahe alle Kappsägen erlauben es, in einem Winkel von – 43 bis + 45 Grad zu schneiden; hochwertigere Kappsägen auch darüber hinaus.
  • Hochwertigere Kreissägen besitzen einen Drehteller, welcher sich mit dem Maschinenkopf gegen den Standfuß verschieben lässt.
  • Die Tiefe und Breite des Schnittes hängt vom Sägeblatt ab.
  • Der Sägekopf ist auf einer Führungseben fixiert, wodurch die Höhe auf das Material eingestellt werden kann.
  • Die Bedienung der Kappsäge ist mit geringem Kraftaufwand möglich.

Anwendungsbereiche:

Anwendung findet die Kappsäge vor allem beim Kürzen und Zuschneiden von Hölzern, wie beispielsweise Brettern, Latten oder Leisten. Sowohl Schreiner, Innenausbauer und Fußbodenleger, als auch Heimwerker verwenden das Werkzeug, wenn sie Häuser, Gärten, Zäune, Bänke etc. auf Vordermann bringen. Während für den Heimwerker eine einfache Kappsäge meist ausreicht, greifen die Profis zu den verschiedensten Modellen. Welche Variante in Frage kommt, hängt aber maßgeblich von der Beschaffenheit des Sägeguts ab.

Bedienung:

Nach dem das Werkstück aufgelegt und festgeklemmt wurde, muss der Maschinenkopf – je nach Beschaffenheit des Werkstücks mit mehr oder weniger Druck – nach unten gedrückt werden. Nach dem Schnitt federt die Sägeeinheit zurück in die Ausgangslage. Ein unpräziser Schnitt ist nahezu ausgeschlossen.

Bei der Entscheidung ob eine Kappsäge oder eine Handkreissäge die bessere Investition ist, sollte anwendungsabhängig entschieden werden. Als Käufer solltest du dir deine regelmäßigen Arbeiten vor Augen führen und aufgrund der Anwendungen und Funktionen der beiden Sägen entscheiden.

Was ist eine Handkreissäge?

Die Handkreissäge eignet sich besonders, um in massivem Holz oder in Plattenmaterial gerade Schnitte vorzunehmen, ohne auf die Faserrichtung achten zu müssen. Diese langen, gerade Schnitte sind die Stärke der Handkreissägen, die Werkstückgröße spielt dabei kaum eine Rolle.

Wissenswertes:

  • Die Handkreissäge wird von einem Universalmotor betrieben, der ein rundes Sägeblatt mit bis zu 5.000 Umdrehungen pro Minute antreibt.
  • Zum Schutz ist über dem Sägeblatt ein Schutzverdeck oder Gehäuse und darunter eine Pendelschutzhaube angebracht.
  • Eine Handkreissäge kann sowohl in der Höhe als auch in der Neigung verstellt werden
  • Die Sägeblätter herkömmlicher Handkreissägen haben meist eine begrenzte Schnitttiefe von etwa 40 bis 85 mm.
  • Wichtig auch bei dieser Säge sind die Wahl des richtigen Sägeblattes und dessen Material (Hartmetall).

Anwendungsgebiete:

Sowohl auf professionellen Baustellen als auch im Heimwerkerbereich kommt die Säge zum Einsatz. Für spezielle Bereiche stehen Sonderformen wie Schattenfugensäge, Tauchsäge oder Ringkreissäge zur Verfügung.

Bedienung:

Für die Bedienung der Handkreissäge wird die Maschine auf die maximale Schnitttiefe begrenzt, das Werkstück aufgesetzt und die Säge per Hand über das Schneidgut geführt. Die Handkreissäge kann frei Hand oder mit einer Führungsschiene verwendet werden. Beim Kauf einer Säge sollte darauf geachtet werden, dass die Stellschrauben für das Einstellen der Höhe und Neigung gut erreichbar und einfach zu bedienen sind. Ein Anbringen auf einer Führungsplatte wird empfohlen, da durch freihändiges Führen oft weniger saubere Schnitte erzielt werden.

Vergleich Kappsäge und Handkreissäge:

  • Die Handkreissäge wird per Hand über das Schneidgut geführt, wohingegen bei der Kappsäge der Maschinenkopf zum Holzstück gedrückt wird. Die Handkreissäge hat eine hohe Flexibilität, denn das Gerät ist durch das geringe Gewicht leicht zu transportieren und kann an jedem beliebigen Ort zum Einsatz kommen.
  • Sollen vor allem gerade Schnitte durchgeführt werden, erfüllt die Handkreissäge vollkommen ihren Zweck. Wenn saubere und präzise Schnitte im genauen Winkel durchgeführt werden sollen, ist die Kappsäge besser geeignet. Gerade Schnitte sind mit der Kappkreissäge und Winkelschnitte mit der Handkreissäge beschwerlich.
  • Mit der Handkreissäge können je nach Sägeblatt mehrere Materialien geschnitten werden, wohingegen bei der Kappsäge meist nur Holz gekappt und geschnitten wird.
  • Die Kappsäge ist für Schnitte bis zu einer maschinenabhängigen Werkstückgröße geeignet, bei größeren Werkstücken sollte die Säge über eine Zugfunktion verfügen. Bei der Handkreissäge ist die Größe des Werkstücks nicht relevant.
  • Mit der Handkreissäge ist es schwieriger kleine Werkstücke zu schneiden, denn das Klemmen der Pendelschutzhaube bei kleinen oder dünnen Werkstücken macht genaue Schnittansätze schwierig.

 

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