Stichsägen und Säbelsägen

Ein Projekt, das wenn überhaupt mit einer Handsäge nur mühsam gelingt, kann mit einer elektrischen Säge nicht nur viel schneller sondern auch weitaus präziser gelöst werden. Let´s Doit bietet dazu eine breite Auswahl an qualitativ hochwertigen Stich- und Säbelsägen der Marken Bosch, Makita, Metabo, Black & Decker, Ferm und Workers Best an.

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Metabo

Stichsäge STE 90 SCS
statt € 184,-
€ 139,- Zur Aktion > Angebot gültig bis 04.04.2017
 

Workers Best

Stichsäge WB 550 PS
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Makita

Stichsäge 4351CTJ
€ 229,- Zum Produkt >  

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Darf in keinem Werkstattausstattung fehlen

Stichsägen gehören zu den Basiswerkzeugen eines ambitionierten Heimwerkers und können bei vielen Bau- und Handwerksprojekten eingesetzt werden. Mittels dem richtigen Sägeblatt lassen sich Bogenschnitte, Gehrungsschnitte ,Einschnitte und Aussparungen durchführen und die unterschiedlichsten Materialen, wie Holz, Kunststoff, Alu, Stahl und auch Gipsplatten bearbeiten. Die Stichsäge wurde übrigens 1947 von Albert Kaufmann erfunden, der in die Nähmaschine seiner Frau ein feines Sägeblatt einspannte und so Holz-Kurvenschnitte anfertigte!

Für die Wahl der richtigen Stichsäge ist das Einsatzgebiet, die zu bearbeitenden Materialien und die Intensität der Nutzung ausschlaggebend. Oft verfügen die Geräte über Features, die für den „Hausgebrauch“ nicht unbedingt notwendig sind.

Grundsätzlich kann man die Stichsägen am besten anhand folgender Kriterien miteinander vergleichen:

1. Hubstichsäge oder Pendelhubstichsäge

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Modelle: Während sich bei der herkömmlichen und auch günstigeren Hubvariante die Säge nur hinauf und hinunter bewegt, werden diese Bewegungen bei der Pendelhub durch schnelle Vor- und Rückwärtsbewegungen ergänzt. Dadurch ist eine weitaus höhere Präzision beim Schneiden gewährleistet und die Sägespäne wird besser ausgeworfen.

2. Schnitttiefe

Die maximale Schnitttiefe in Bezug auf das zu bearbeitende Material entscheidet über die Möglichkeit der Projekte. Sie wird daher immer für die unterschiedlichen Werkstoffe angegeben und reicht von z.B. 5 mm bei Stahl bis zu 150 mm bei Holz.

3. Leistung

Je höher die Leistung, desto schneller kann man arbeiten und braucht dazu weniger Kraft. 500 Watt sind für den Hausgebrauch durchaus schon ausreichend.

4. Griff oder Führungsknauf

Dies ist eine sehr persönliche Entscheidung und eine Frage, welches Gerät besser in der Hand liegt. Profitischler bevorzugen oft den Knauf, da so das Führen noch präziser wird und auch „Überkopfarbeiten“ (d.h. das Sägeblatt sieht nach oben, man schneidet auf der Rückseite) leichter durchzuführen sind. Bei vielen Modellen wurde auf eine ergonomische Form geachtet, um ein möglichst ermüdungsfreies Arbeiten zu gewährleisten. Das Gewicht der Stichsäge spielt natürlich hier auch eine Rolle.

5. Elektronische Anlaufstrombegrenzung ,Drehzahl- und Hubeinstellung

Durch die Anlaufstrombegrenzung bzw. eine stufenlos einstellbare Hubzahlleistung ist ein langsames, koordiniertes und damit präzises Ansägen möglich. Bei manchen Materialien wie Metall sollte man mit einer niedrigeren Drehzahl als bei Holz arbeiten, daher ist die Variierbarkeit der Drehzahl sicherlich ein Pluspunkt. Die Funktion der Hubzahlregelung stellt ein Höchstmaß an Präzision sicher, da man die Arbeitsgeschwindigkeit auf das zu bearbeitende Material abstimmt und so zwischen Schnittgenauigkeit und Schnittgeschwindigkeit wählt. Ein echter Hit sind daher Stichsägen mit automatischer Anpassung, die sich individuell auf den Nutzer einstellen lassen und so für optimale Ergebnisse sorgen.

6. Führungsplatte

Die Führungsplatte sollte möglichst flexibel sein, so hat man die Möglichkeit auch Schrägschnitte, wie z.B. Gehrungsschnitte durchzuführen. Viele Geräte verfügen dazu über eine eingeprägte Winkelgradskala und die Grundplatte läßt sich bis zu 45 Grad neigen.

7. Absaugung und Blaseinrichtung

Nichts ist ärgerlicher, als wenn der beim Sägen entstandene Staub auf die vorgezeichnete Schnittführung fällt und so ein genaues Arbeiten unmöglich macht. Mit einer Blasfunktion kann dies nicht passieren, da die Partikel zur Seite geblasen werden. Eine ansteckbare Absaugung garantiert noch mehr Sauberkeit am Arbeitsplatz, vor allem dann ideal, wenn man nicht in der Werkstatt sondern im Wohnraum arbeitet!

8. Schnittstellenbeleuchtung

Einige Stichsägen verfügen über eine integrierte Beleuchtung, die auf die markierte Schnittstelle leuchten, und so ein noch genaueres Arbeiten ermöglichen.

Der richtige Gebrauch

Wer seine Stichsäge häufig in Gebrauch nimmt, der sollte auch darauf achten, wie vibrationsarm das Modell ist, denn wer möchte nach einigen Stunden selbst zittern wie Espenlaub!
Auch für die Aufnahme des Sägeblattes gibt es verschiedene Techniken. So sorgen Schnellverschlüsse und SDS für ein rasches Sägeblattwechseln ohne Werkzeug. Die Sägeblätter sollte man immer an das Material und an den Bedarf anpassen! Es gibt welche für Grob- oder Feinschnitte, für Kurven und auch längere für höhere Schnitttiefen. Dadurch wird ein Verbiegen verhindert. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in Stichsägen Feilen oder Raspeln einzusetzen!

Möchte man mit der Stichsäge oft lange gerade Schnitte ausführen, da man keine Tischkreissäge besitzt, so sollte das gewählte Modell für Führungsschienen geeignet sein.

Säbelsägen sind dagegen echte „Schwerarbeiter“ und eignen sich, das richtige Sägeblatt vorausgesetzt, zum Absägen von Baumästen, zum Durchtrennen von Metallrohren und Bauelementen. Auch Keramik kann bearbeitet werden. Sie wird auch als elektrischer Fuchsschwanz, Recipro- oder Tigersäge bezeichnet und ergänzt den elektronischen Werkzeugkasten absolut sinnvoll. Auch die Säbelsäge ist eine Pendelhubsäge, jedoch mit weitaus größeren Sägeblättern. Notfalls können sogar Nägel und Schrauben im Werkstück sein, was sehr oft bei der Demontage bestehender Bauteile vorkommt– für die Säbelsäge kein Problem, genauso wenig wie Fenster- und Türleibungen. Besonders beliebt ist sie im Sanitär- und Heizungsbereich. Für jeden Einsatz gibt es geeignete Sägeblätter, so auch für die Gartenarbeit. Wenn sie aus Hartmetall (HM) sind, dann kann man sogar Baumwurzeln im Erdreich schneiden!

Es gibt sie netz- als auch akkubetrieben, die dann von Vorteil sind,
wenn man an unzugänglichen Stellen arbeiten muss, sonst ist eine
elektrische Säbelsäge aufgrund ihrer höheren Leistung zu bevorzugen,
denn je stärker der Motor, desto härtere und dickere Materialien können
geschnitten werden. Die Hubzahl bestimmt, wie schnell das Sägeblatt
bewegt wird, manche Modelle verfügen über eine Pendelhubeinstellung, die
durch die kreisenden Bewegungen schnelleres Sägen bei geraden Schnitten
ermöglicht.
Ebenso wie bei der Stichsäge sollte man bei der Wahl darauf achten, dass das Sägeblattwechseln ohne Zuhilfenahme von Werkzeug möglich ist. Andernfalls braucht man in der Regel einen Inbusschlüssel. Eine hohe Laufruhe und eine mehrstufige Pendelhubbewegung sind ebenso wichtig, eine Staubabsaugung sorgt für mehr Komfort. Setzt man die Säbelsäge vorwiegend zum Trennen von Metall ein, so ist eine spezielle Führungsvorrichtung zu empfehlen, damit der Schnitt exakt ausfällt. Bei Arbeiten über Kopf sind Sägeblätter sinnvoll, die man um 180 Grad drehen kann. Ein wichtiger Unterschied bei den Sägeblättern ist nicht nur das Material, sondern die Größe und Dichte der Zähne. Für feine Schnitte unbedingt ein Sägeblatt wählen, wo die Zähne klein und eng gesetzt sind. Damit geht man sicher, dass der Schnitt nicht „wandert“ und nicht ausfranst. Bei groben Schnitten kommt es in der Regel nicht auf die Genauigkeit sondern auf die Durchschlagskraft an, daher kann man grobe Sägeblätter wählen.

Grundsätzlich sollte der Einsatzzweck bei der Wahl der richtigen Säbelsäge entscheiden, trotzdem immer darauf achten, dass die Säge gut in der Hand liegt und der Griff ergonomisch und gummiert ist, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt, denn das Arbeiten erfordert aufgrund der Zugkraft doch einen gewissen Kraftaufwand. Hier gilt natürlich wieder, je stärker der Motor, desto ruhiger läuft sie.
Daher immer die richtige Arbeitskleidung und vor allem Arbeitshandschuhe und Schutzbrille benutzen!
Übrigens, die erste Säbelsäge wurde 1951 vom amerikanischen Werkzeughersteller Milwaukee auf den Markt gebracht. Es gab allerdings bereits seit 1926 Sägen mit Elektromotor von der deutschen Firma Stihl.