Heißklebepistolen, Heißluftgebläse

Heißkleber sind universell auf fast allen Materialien einsetzbar und sollten daher in keiner Werkzeugkiste und in keinem Bastelraum fehlen. Gerade dort, wo andere Kleber aufgrund ihres Lösungsmittelanteils nicht das gewünschte Resultat erzielen, kommt die Heißklebepistole zum Einsatz.

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Die Heißklebepistole - ein Alleskönner

Besonders im Haushalt finden sich permanent Möglichkeiten, die Heißklebepistole einzusetzen und Reparaturarbeiten damit durchzuführen. Beliebt ist sie auch zum Dekorieren und Basteln, da durch die Düse eine präzise Punktklebung möglich ist. Handwerker nutzen sie auch zum Verfugen, Abdichten und Modellieren. Mit Heißklebern kann fast mit allem verklebt werden, wofür man bei anderen Klebern immer den richtigen braucht. Zudem sind sie lösungsmittelfrei und damit besteht nicht die Gefahr, giftige Dämpfe einzuatmen oder bei einer verklebten Kaffeetasse damit in Berührung zu kommen.

Die Entscheidung, welches Modell man wählt, sollte natürlich von der generellen Intensität der Nutzung, dem Klebeaufwand pro Arbeit und den vorzugsweise betroffenen Materialien abhängen. Der Preis für Geräte, die nicht für Profis bestimmt sind, ist meist nicht der Entscheidungsfaktor, da sie alle sehr preiswert sind.

Auf was ist beim Kauf einer Heißklebepistole zu achten?

1. Aufheizzeit und Aufheiztemperatur

Die Aufheizzeit sollte bei häufigerem Einsatz oder größeren Vorhaben relativ kurz sein, um im Projekt schneller voranzukommen. Je höher die Temperatur ist, desto flüssiger und damit leichter und präziser kann man den Kleber auf die gewünschte Stelle platzieren. Außerdem ist damit auch sichergestellt, dass der Kleber konstant nachschmilzt und man den Klebevorgang nicht unterbrechen muss.

Gute Heißklebepistolen geben ca 12-16g Kleber pro Minute ab.

2. Wahl der Klebesticks

Grundsätzlich sollte man eine größere Klebearbeit nur dann beginnen, wenn man ausreichend Sticks zur Verfügung hat, um nicht mittendrin plötzlich aufhören zu müssen. Bei der Wahl der Klebesticks sollte man auf die zu klebenden Materialien achten und wichtig ist auch noch deren rasche Aushärtungszeit (20sek sind sehr gut), um nicht unnötig lang das Werkstück zusammendrücken zu müssen. Neben den Standardpatronen, die universell einsatzbar sind, werden auch spezielle für Holz, Leder, Keramik und zum Abdichten angeboten. Klebesticks gibt es in unterschiedlichen Längen, Härtegraden, Farben und Durchmessern, daher sollte man schon beim Kauf der Klebepistole auf einen größeren Durchmesser achten, da damit eine bessere Klebeleistung gewährleistet ist. 11-12mm sind ideal. Gerade bei bestimmten Hobby-und Bastelanwendungen ist es oft nützlich, die bereits eingefärbten Klebesticks zu verwenden.

3. Austauschbare Düse

Bei einigen Modellen kann die Standardklebedüse durch andere Düsen für spezielle Arbeiten ausgetauscht werden. So ermöglicht eine Langdüse sehr präzises Arbeiten.

Einsatzmöglichkeiten der Heißklebepistole

Mit Heißklebepistolen können nicht nur zahlreiche Materialien wie Holz, Kunststoff, Metall, Ton, Keramik, Glas, Textilien und Leder verklebt werden, sondern es können auch unterschiedliche Stoffe miteinander verklebt werden. Außerdem funktioniert sie auch bei sonst schwer zu klebenden Materialien wie Styropor.

Kleben von Holz

Der flüssige Klebstoff ist hier ideal, da er in den Poren und Rillen sehr gut haften kann. Werden lackierte oder behandelte Teile verklebt, so sollte man die Stelle vorher abschleifen und den Staub entfernen. Gerade im Modellbau kommt die Heißklebepistole damit oft zum Einsatz, aber es können auch Sesseln und Holzleisten befestigt werden.

Kleben von Textilien und Leder

Hier trifft das Gleiche zu, wie beim Holz. Die Fasern des Stoffes nehmen den Kleber gut auf. Nur bei dünnen Materialien sollte man vorsichtig sein, damit man den Kleber dann nicht auf der Rückseite sieht!

Kleben von Metall

Hier ist es wichtig, den Untergrund öl- und fettfrei zu machen und ihn anschließend aufzurauen. Heißkleber sollte hier nur zum Einsatz kommen, wenn die verklebten Teile keinen großen Kräften und Spannungen ausgesetzt sind.

Kleben von Plastik, Kunststoffen und Styropor

Im Gegensatz zu normalen Kunststoffklebern löst der Heißkleber die Oberfläche nicht auf. Gebrochene Plastikteile lassen sich so präzise wieder zusammenkleben.
Gerade bei Styropor können die meisten Kleber nicht eingesetzt werden, da die enthaltenen Lösungsmittel dieses sofort auflösen. Besonders Styropor mit hoher Dichte kann hervorragend mit der Heißklebepistole verklebt werden.

Eine gute Ergänzung zur Heißklebepistole ist das Heißluftgebläse.

Heißluftgebläse oder Heißluftpistolen

Heißluftgebläse, aufgrund ihrer Form auch Heißluftpistolen genannt sind ein sehr nützlicher Begleiter für Heimwerker und eignen sich unter anderem perfekt, um Lack-und Farbschichten zu lösen oder Materialien zu biegen. Aber auch im Alltag kann das Heißluftgebläse sehr hilfreich sein und manches Problem im wahrsten Sinne des Wortes leichter lösen.

Wer kennt nicht den Ärger, wenn sich ein Aufkleber, der nicht mehr gefällt, nicht rückstandsfrei vom Auto oder von Möbeln (oft in Kinderzimmern zu finden!) ablösen lässt. Meist versucht man es dann zuerst mit einem Schaber, doch hier besteht die Gefahr, dass der Untergrund zerkratzt wird und schlussendlich holt man den Fön. Doch das gewünschte Ergebnis stellt sich nicht unbedingt ein, da dieser einfach nicht heiß genug ist. Mit einer Heißluftpistole ist der Aufkleber in kürzester Zeit entfernt.

Ein Heißluftpistole funktioniert grundsätzlich wie ein Haartrockner: Umgebungsluft wird angesaugt, erhitzt und durch die Austrittsdüse wieder herausgeblasen. Wie beim Fön setzt man je nach Zweck und Arbeitsbereich unterschiedliche Düsen auf, um das optimale Ergebnis zu erreichen. Die erreichbare Temperatur ist jedoch weit höher als beim Fön. Wer jetzt überlegt, dass ja dann eigentlich auch ein Bunsenbrenner oder eine Lötlampe den gleichen Zweck erfüllt, dem muss in den meisten Fällen abgeraten werden. Das Heißluftgebläse ist einfach die sichere und saubere Lösung, da man die Temperatur regeln und so auf die zu bearbeitende Oberfläche abstimmen kann. Brennbare Materialien können so mit sehr viel weniger Gefahrenpotenzial bearbeitet werden, da ohne Feuer erhitzt wird.

Merkmale, die bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten

Wichtige Merkmale, die über die Einsatzmöglichkeiten einer Heißluftpistole Auskunft geben, sind: Der Temperaturbereich (bis zu 650Grad Maximaltemperatur), die Art der Einstellung und die Luftmenge/min und natürlich ein leistungsfähiger Motor, der zusätzlich mit einer guten Kühlung und einem Überhitzungsschutz ausgestattet sein sollte. Während bei einfacheren Geräten die Temperatur und die Gebläseleistung nur sehr grob eingestellt werden kann, verfügen bessere bereits über eine stufenlose Regulierung. Je feiner die Einstellung, desto besser ist die Anpassung an den jeweiligen Werkstoff möglich. Eine Kaltluftstufe für besonders heikle Materialien, aber auch zum Kühlen stellt ein zusätzliches Benefit dar. Ideal sind auch noch zusätzliche, unterschiedliche Düsen, wie z.B. eine Reduzierdüse und Glasschutzdüse. Während diese hilft, das Glas vor Rissbildung durch Überhitzung zu schützen, ist die Reduzierdüse ideal für punktgenaues Arbeiten. Es gibt aber auch noch Flächen- und Reflektordüsen. Mit einem eigenen Spachtelaufsatz kann eine Farbschicht in einem Arbeitsgang erwärmt und abgelöst werden.

Einsatzgebiete der Heißluftpistole

Aufgrund der Vielzahl der Einsatzgebiete ist die Heißluftpistole ein unverzichtbarer Helfer für Haushalt, Hobby und Handwerk. Sie wird überall dort eingesetzt, wo man einen bestimmten Arbeitsbereich gezielt erwärmen oder auch abkühlen möchte.

  • Ablösen von Lacken und Farben
  • Verformung von Kunststoff (z.B. Erhitzen von Schrumpfschläuchen bei Sanitärarbeiten oder um Linoleumböden an den Ecken anzupassen)
  • Verschweißen von Folien
  • Verbinden von Kunststoffen ohne Klebstoff (z.B. im Modellbau)
  • Löten und Entlöten von elektrischen Bauteilen
  • Lösen von Klebeverbindungen (Aufkleber, alte Bodenbeläge)
  • Lockern von Schrauben und Muttern
  • Beschleunigung von chemischen Aushärtevorgängen (z.B. Lacktrocknen)
  • Trocknen (z.B. von Spachtelmasse)
  • Sterilisation (Abflammen)
  • Enteisen
  • Abtöten von Schimmelpilzen
  • Anheizen von Grillkohle
  • Wachsen von Ski und Snowboard
  • Staubentfernung auf Maschinen und Werkstücken

Die Heißluftpistole ist also ein Alleskönner, der viele Arbeitsvorgänge abkürzt und das Material dabei schont. Übrigens wird sie sogar in der Unkrautbekämpfung eingesetzt, da mithilfe des heißen Luftstroms die Zellstruktur der ungewünschten Pflanzen so nachhaltig geschädigt wird, dass sie absterben. Auch die Sterilisation von Blumenerde ist möglich!